#macht
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Gefährderrelevante PersonEine behördliche Kategorie für Personen, die im Zusammenhang mit einem als gefährlich bewerteten Menschen oder Sachverhalt als relevant eingestuft werden. Schon die Wortkonstruktion zeigt die Reichweite: Nicht eine eigene Tat, sondern zugeschriebene „Gefährderrelevanz“ reicht für besondere Aufmerksamkeit. Damit können Beziehungen und Kontakte selbst zum Anlass von Datenerhebung und Beobachtung werden. Verdacht wandert durch soziale Nähe.
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GefährdungsbewertungEine behördliche Prognose darüber, wie wahrscheinlich und schwer eine künftige Gefahr eingeschätzt wird. Der Begriff klingt wie ein objektiver Messvorgang, obwohl Auswahl, Gewichtung und unsichere Annahmen dazugehören. An der Bewertung können Überwachung oder Eingriffe hängen. Für Betroffene wird eine Prognose damit zur gegenwärtigen Realität, ohne dass das befürchtete Ereignis eingetreten sein muss.
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Gefährlicher OrtEine gesetzlich geprägte Ortskategorie, an die erweiterte Kontrollbefugnisse geknüpft sein können. Die grammatische Schlichtheit wirkt wie eine Tatsachenbeschreibung: Dieser Ort ist gefährlich. Tatsächlich beruht die Einstufung auf behördlichen Erkenntnissen und Bewertungen. Für Menschen, die dort leben oder sich aufhalten, kann daraus dauerhafte Kontrollierbarkeit ohne konkreten individuellen Verdacht entstehen.
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GefahrenabwehrEin Sammelbegriff, mit dem staatliche Eingriffe als notwendiger Schutz vor einer Gefahr gerahmt werden. Dahinter können Kontrollen, Platzverweise, Durchsuchungen, Gewahrsam oder körperlicher Zwang stehen. Weil schon die angenommene Gefahr die Maßnahme sprachlich rechtfertigt, gerät leicht aus dem Blick, wer entscheidet, was überhaupt als gefährlich gilt. Wo diese Macht großzügig oder selektiv ausgeübt wird, kann aus „Gefahrenabwehr“ sehr schnell ein amtlicher Name für Willkür werden.
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GefahrenprognoseDie Einschätzung, ob sich künftig mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eine Gefahr verwirklichen wird. „Prognose“ sagt offen, dass es um Zukunft und Unsicherheit geht. Ihre Folgen sind dagegen gegenwärtig: Kontrollen, Verbote oder Gewahrsam können Menschen treffen, bevor das befürchtete Geschehen eingetreten ist. Polizeiliche Macht beginnt hier nicht erst bei einer Tat, sondern bei einer institutionell überzeugenden Erwartung.
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IdentitätsfeststellungDer Verwaltungsbegriff dafür, Name, Geburtsdatum und weitere Personalien zu erheben und zu überprüfen. Er beschreibt das gewünschte Ergebnis, nicht den Weg dorthin. Je nach Rechtsgrundlage können Anhalten, Befragen, Durchsuchen oder Festhalten dazugehören. Die amtliche Identität wird „festgestellt“, während die betroffene Person unter Umständen nicht selbst entscheidet, wann sie weitergeht und welche Daten sie preisgibt.
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IntensivtäterEin behördliches Etikett für Personen, die nach jeweiligen polizeilichen Programmen wegen wiederholter oder besonders gewichtiger Straftaten besonders bearbeitet werden. Die konkreten Kriterien sind nicht überall gleich. Das Wort bündelt Fälle, Prognosen und Priorisierung zu einer Personenbezeichnung. Wer als „Intensivtäter“ geführt wird, erscheint nicht mehr nur wegen einzelner Taten relevant, sondern als dauerhaftes polizeiliches Problem.
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Konkrete GefahrEine Lage, in der im Einzelfall mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein Schaden für ein geschütztes Gut droht. Die Formel klingt objektiv, enthält aber Bewertungen über Wahrscheinlichkeit, Zeitpunkt und Gewicht. An ihr hängen oft weitreichende Eingriffe. Was in der Akte „konkret“ heißt, kann für Betroffene dennoch auf unsicheren Annahmen über eine mögliche Zukunft beruhen.
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KontaktverbotEine Anordnung, bestimmte Personen nicht zu treffen oder zu kontaktieren. Der Begriff ist klar, seine Reichweite kann es weniger sein: Private, familiäre, berufliche oder politische Beziehungen werden zum Gegenstand staatlicher Steuerung. Je nach Rechtsgrundlage kann das Schutz bedeuten oder präventive Kontrolle. Für Betroffene entscheidet der konkrete Zuschnitt darüber, ob aus einer Kontaktgrenze soziale Isolation wird.
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KräfteansatzDie Zahl und Zusammensetzung der eingesetzten Polizeikräfte als planerische Größe. Der Begriff behandelt Personal wie eine dosierbare Ressource und sagt wenig darüber, wie massive Präsenz auf andere wirkt. Viele Uniformierte, Fahrzeuge und Waffen können Sicherheit signalisieren, aber ebenso einschüchtern oder Konflikte verschärfen. Die Einsatzplanung sieht eine Menge; der öffentliche Raum erlebt Macht.